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4. August 2025  (aktualisiert am 4. August 2025)

Anwendungsfälle von Einblasdämmung

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 8 Min. Lesezeit | #Dämmung   #Dämmstoff  #Wärmeschutz  #Schallschutz  #Energie  
Ein Handwerker bohrt mit einer Schlagbohrmaschine in eine Ziegelwand, abgesichert zwischen zwei Leitern.
Ziegel werden mit Baumasse verputzt.
Handwerker verputzt Hauswand.

Das Verfahren der Einblasdämmung bietet vielfältige Lösungen zur nachträglichen Dämmung: Es kann sowohl bei bauseitig bestehenden Hohlräumen wie z. B. bei zweischaligem Mauerwerk eingesetzt werden als auch für geschaffene Hohlräume wie beispielsweise in Holzbalkendecken oder durch den Einbau von Wandplatten in Dachschrägen. Auch hier ist von Vorteil, dass Beplankungen o. Ä. nicht entfernt werden müssen – eine kleine Öffnung reicht völlig für die Einbringung des Dämmstoffs.

Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk

Handwerker befüllt ein Dach von oben mit Dämmmaterial.
Bei zweischaligem Mauerwerk wird vor den tragenden Wänden ein sogenanntes Sichtmauerwerk erstellt. Es steht als separates Element mit Abstand vor dem Tragmauerwerk – zwischen den beiden Mauern verbleiben ein Hohlraum für die Dämmung und eine Luftschicht zur Hinterlüftung.

Die Bauweise ist grundsolide und langlebig, eine zweischalige Außenwand aufwendig und teuer, aber auch nahezu wartungsfrei.

Zur nachträglichen Volldämmung werden Löcher in die Fugen der Vormauerung gebohrt, durch die das Dämmmaterial eingeblasen wird. Nach Beendigung des Vorgangs werden die Bohrungen wieder fachgerecht verschlossen.

Handwerker befüllt Holzwand mit Dämmmaterial.
Darauf solltest Du achten: Bei nicht fachgerechter Einbringung und/oder Verwendung eines schadhaften Dämmstoffs ist die Schadensbehebung aufwendig und damit auch kostspielig. Deshalb sollte die Ausführung ausschließlich durch Fachbetriebe erfolgen, damit eine Schädigung der Bausubstanz sowie Folgekosten ausgeschlossen werden können.

Die Einblasdämmung ist für Heimwerker ungeeignet, sie erfordert die Expertise eines Fachbetriebs. Die korrekte Durchführung des Einblasens, einschließlich des richtigen Drucks, der Dämmstoffmenge und der Geschwindigkeit, ist entscheidend, um eine gleichmäßige Füllung der Hohlräume mit der erforderlichen Menge an Dämmstoff zu gewährleisten.

Balken unter dem Dach eines Hauses.
Messung in der Hauswand.
Ein Handwerker bläst mit einem Schlauch Dämmmaterial in eine Bodenöffnung und überprüft dabei die Füllmenge mit einem Messgerät.

Geschlossene Konstruktionen

Ein weiteres Anwendungsfeld sind Hohlräume in Wänden, Decken und verkleideten Dachschrägen. Ob Holzbalkendecke, Trennwand oder ausgebautes Dach – eine Demontage kompletter Verkleidungen oder Beplankungen ist nicht erforderlich. Die Entnahme einer Planke oder Bohrung eines Lochs ist für die Einblasdämmung ausreichend.

Handwerker verteilt Dämmmaterial im Dachstuhl.
Auch mit kleinen Dämmmaßnahmen kann Heizenergie eingespart werden:In alten Gebäuden richtet sich das Augenmerk häufig auf die „großen“ Dämmmaßnahmen wie die Außenwände oder das Dach. Viele nicht zu unterschätzende Details bleiben unberücksichtigt.
Aber: Beispielsweise schon ein nicht isolierter Rollladenkasten kann ebenfalls hohe Heizkosten verursachen, da hier ein konstanter Außenluftaustausch stattfindet. Darüber hinaus besteht an solchen Schwachstellen auch stets die Gefahr von Schimmelbildung.
Die Einblasdämmung eignet sich insbesondere auch für diese vergleichsweise kleinen Hohlräume wie undichte Mauerkronen im Dach, Rollladenkästen, Rohrdurchführungen, Reihenhaustrennwände, Drempel/Kniestöcke u. v. m. – auch im Detail bietet sich viel Einsparungspotenzial.

Offenes Aufblasen auf der obersten Geschossdecke

Bei Kriech- oder Spitzböden sowie Dachböden mit geringem Kniestock, die sich nicht zum Ausbau eignen, empfiehlt sich ein einfaches und kostengünstiges Aufblasen des Dämmstoffs auf die oberste Geschossdecke. Dabei kann es notwendig sein, dass die Dämmflocken mittels einer „Klebstoffbindung“ lagegesichert werden. Dies ist dann wichtig, wenn der Dämmstoff in einer Neigung oder Wölbung oder bei starken Luftbewegungen aufgebracht wird.

Befüllung eines Zwischenraumes mit Dämmmaterial.
Zwischenraum aus Stein.
Dämmmaterial in einem Hohlraum.

Belüftete Flachdächer

In vielen Flachdachkonstruktionen, z. B. bei älteren Wohnblocks oder eingeschossigen Bungalows, finden sich Hohlräume, die gegebenenfalls für eine Energetische Sanierung genutzt werden können. Einfach, unkompliziert und wirtschaftlich lassen sich auch solche Konstruktionen durch eine Einblasdämmung im Zwischenraum von Dachabdichtung und Raumdecke wärme- und schallschutztechnisch ertüchtigen.

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