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9. Juni 2025  (aktualisiert am 10. Juni 2025)

Fassaden mit Profil

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 7 Min. Lesezeit | #Holzfassade  #Thermoholz  #Holzprofile  #Schindeln  #Anstrich 

Die VHF erlaubt die Wahl unterschiedlichster Bekleidungen und Materialien. Über die unterschiedlichen Werkstoffe hinaus bergen auch deren Form- und Farbgebungen, Kombination, Verlegetechniken und Befestigungsmethoden unzählige Gestaltungsvarianten.

Holzprofile und -schindeln

Holzprofile und -schindeln zählen zu den traditionellen Bekleidungsmaterialien. Es steht eine Vielzahl von Profilen und Schindelformen zur Verfügung, deren Gestaltungsvielfalt sich durch Verlegetechnik, Fugenbildung und Farbgebung noch potenziert. Ob natürlich-romantisch oder faszinierend-modern, robust oder freundlich, lebendig oder edel – Bekleidungen aus dem Naturprodukt Holz haben viele Gesichter:

Glatte Profile geben der Fassade eine schlichte, zurückhaltende Anmutung, während markantere Profile und großzügigere Überlappungen das Lichtspiel auf der Oberfläche verstärken und die Fassade lebendiger gestalten. Glattkant- oder Rautenprofile vermitteln Modernität und architektonische Klarheit. Voll im Trend: offene Fugenausbildungen. Diese Gestaltungsvariante schafft eine besonders gradlinige Optik mit lebendiger Struktur.

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Auch die Ausrichtung der Verlegung hat optischen Einfluss: Hohe, schmale Häuser wirken großzügiger durch eine horizontale Bekleidung, während breite, gedrungene Häuser durch vertikale Deckung in ihrer Anmutung proportional gestreckt werden.

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Neben gestalterischen Aspekten übernimmt der Anstrich eine zusätzliche Schutzfunktion für Holz und Fassade. In ihrer Funktionalität und Umweltverträglichkeit haben Farben in den letzten Jahren stetig dazugewonnen.
Sie schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, UV-Strahlung, Schimmel-, Algen-, Pilzbefall. Moderne Anstriche reißen und blättern nicht mehr so leicht ab. Offenporige Anstrichsysteme machen das Schleifen bei der Renovierung überflüssig.
Deckende Farben sind besonders haltbar und garantieren langlebige Holzfassaden. Transparente Lasuren und Öle unterstützen die natürliche Optik des Holzes und erhalten sichtbar die Holzmaserung.

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Konstruktiver (baulicher) Holzschutz

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Das qualifizierte Handwerk garantiert eine langlebige, wertbeständige Umsetzung der VHF. Dabei sorgt konstruktiver Holzschutz wirkungsvoll und ohne Chemie dafür, dass sich in der Holzfassade keine Nässe staut und kein Lebensraum für Schädlinge entsteht.
Bei einer fachgerechten Konstruktion kann Wasser nicht tief ins Holz eindringen und alles rasch wieder abtrocknen.

Aluminium-Profile schützen Holzfassaden zusätzlich an sensiblen Schnittstellen vor Staunässe und setzen optische Akzente: Übergangsprofile verhindern ein Durchnässen der Holz-Stirnseiten, Eckprofile schützen sensible Kanten und schaffen sichere Übergänge, Bodenprofile schützen vor Spritzwasser.

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Thermoholz

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Thermoholz ist Holz, das durch Hitze in seinen Eigenschaften verändert wird. Ausschließlich durch Wärme und Dampf, ohne chemische Zusätze werden so neue Eigenschaften erzielt, die insbesondere für den Einsatz als Fassadenbekleidung vorteilhaft sind.
Die Ergebnisse der thermischen Behandlung sind erhöhte Dauerhaftigkeit, Dimensionsstabilität, Pilz- und Insektenresistenz.

Holz-Werkstoffe

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Für die Verwendung als VHF-Bekleidung gibt es ebenfalls spezifische Holzwerkstoffe, die besonders für diesen Einsatzbereich geeignet sind: Sie sind widerstandsfähig gegen Nässe, Hitze und mechanische Beanspruchung, resistent gegen Insekten, langlebig und wartungsarm, biegesteif und maßgenau.
In spezifischen Herstellungsverfahren werden die Eigenschaften von Holz mit der Beständigkeit von Harzen oder Kunststoffen durch thermische und/oder mechanische Prozesse verbunden. Wie beispielsweise bei HPL-(High-Pressure-Laminate-)Bekleidungen: Die Beschichtung wird unlösbar mit dem hoch verdichteten Holzwerkstoff verschmolzen. So entstehen Fassaden-Bekleidungen mit beständigen Oberflächen in vielen Dimensionen, Ausführungen, Farben, Holz-, Stein- oder Metall-Dekoren.

Bambus-Werkstoffe

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Bei BPC-Werkstoffen (Bamboo-Polymer-Composite) wird anstelle eines Holz-Anteils zu 70 % schnell wachsender Bambus genutzt. Der restliche Anteil besteht aus Kunststoff und Additiven (Zusatzstoffe).
Hieraus entstehen besonders leichte, robuste, witterungsbeständige und insektenresistente Hohlkammerprofile, die sich durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen.
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